Andacht für heute

WOCHE VOM DRITTEN SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Mittwoch, 25. Januar 2023
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Herr, wer bist du?
Apg. 9,5

Das erste Mal hören wir von Paulus, der damals noch Saulus hieß, bei der Steinigung des jungen Gemeindehelfers Stephanus: „Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode…” Apg. 8,13.
Saulus war kein übler Totschläger, denn er war der festen Überzeugung, er diene damit seinem Gott. Er eiferte um das Gesetz der Väter, dem die Christen -so meinte er – Abbruch taten. Saulus wusste, dass ein Mensch nicht von vornherein mit Gott im Reinen ist. Darum versuchte er, das Gesetz Gottes in allen Punkten genau zu erfüllen. Er übersah, dass es nicht nur auf äußere gute Taten ankommt, sondern auf ein wirklich bekehrtes Herz – ein Herz, das Gott nicht sklavisch dient, sondern mit allen Kräften lieb hat. Er wusste nicht, wie er gerade durch seinen Eifer den bekämpfte, der ihm allein dazu helfen kann, vor Gott zu bestehen.
Nun stellt sich Christus ihm vor Damaskus in den Weg und reißt ihn zu Boden. Saul, Saul, was verfolgst du mich? Überwältigt fragt er: Herr, wer bist du? Das war die wichtigste Frage, die er in diesem Moment stellen konnte. Herr, wer bist du?

Das ist die Frage, die jeder Mensch in seinem Leben an Jesus stellen sollte.

Wie Jesus dem Saulus persönlich geantwortet hat, so offenbart er sich heute jedem durch das Wort seiner Apostel im Neuen Testament. So wie Saulus dem Wort Jesu folgte und ein wirkliches Kind Gottes wurde, so kann auch heute jeder mit seinem Schöpfer versöhnt werden, indem er dem Heiland im Glauben nachfolgt. Herr, wer bist du? Diese Frage sollten auch wir Christen erneut an Jesus stellen: in frohen Zeiten, aber vor allem auch in Not und Sorgen.

Er antwortet uns: Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland (Jes. 43,11)

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Herr Jesus, ich will dich täglich neu erkennen als meinen Herrn, der über mein Leben bestimmt und als meinen Heiland, der mich erlöst hat. Hilf mir um deiner Güte willen.
Andacht

vom

Vortag
WOCHE VOM DRITTEN SONNTAG NACH EPIPHANIAS

Dienstag, 24. Januar 2023

Da er aber vom Berge herab ging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussätziger kam und betete ihn an und sprach: HERR, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will’s tun; sei gereinigt! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein.
Matth. 8,1-3

„Zeichen“ nennt Gottes Wort die Wunder Jesu. Ja, sie sind Zeichen, an denen wir ihn als den verheißenen Heiland erkennen können. Gott der HERR hat in all den Jahrhunderten vor Jesu Geburt durch die Propheten weissagen lassen, welche Wunder der Messias vollbringen würde:
„Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden.
Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken.
Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande“ (Jes. 35,5f.).
Und weiter spricht Gott vom kommenden Heiland: „Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand und behüte dich und mache dich zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden, dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker… Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es aufgeht, lasse ich’s euch hören“ (Jes. 42,6-9).
Ja, die Wunder Jesu sind Erkennungszeichen. Aber nicht allein das. Sie sind auch Zeichen der großen Gnade Gottes über elende verlorene Sünder. Er zeigt uns damit, wie er uns von den furchtbaren Folgen des Sündenfalles befreien und in ewiger Freude und Freiheit bei sich wohnen lassen will. Öffnet der Heiland einem Blinden die Augen, einem Tauben die Ohren, löst er einem Stummen die Zunge, heilt er einen Gelähmten und erweckt Tote zum Leben, so sollen wir daran erkennen: Der Sohn Gottes ist gekommen, damit wir durch den Glauben an ihn dorthin kommen, wo keine Krankheit, kein Schmerz, kein Leid und kein Tod mehr sein wird

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aus
Tägliche Andachten

von
Martin Blechschmidt
Pfarrer der Ev.-Luth. Immanuel-Gemeinde Steeden

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