Andacht für heute

WOCHE VOM 8. SONNTAG NACH TRINITATIS

Donnerstag, der 29. Juli 2021

Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.
2 Kor. 5, 19

„Gott war in C h r i s t u s „, denn Christus war und ist Gott, der Mensch geworden ist.“ “ U n d v e r s ö h n t e d i e W e l t m i t i h m s e l b e r .“ Gott ist mit der Welt versöhnt durch Christus. Was Gott anbelangt, so ist das alte Verhältnis, wie es vor dem Sündenfall war, wiederhergestellt. Gottes gerechter Zorn, der über die sündige, gottlose Welt entbrannt war, ist gestillt. Alle Strafe ist aufgehoben. Gott ist versöhnt. “ U n d r e c h n e t e i h n e n i h r e S ü n d e n n i c h t z u .“ Da Gott mit der Welt versöhnt ist, so rechnet er selbstverständlich der Welt ihre Sünden nicht mehr zu. Wie könnte er versöhnt sein und doch die Sünden noch zurechnen? “ U n d h a t u n t e r u n s a u f g e r i c h t e t d a s W o r t v o n d e r V e r s ö h n u n g .“ Durch sein Wort, das er unter uns aufgerichtet hat, zeigt Gott uns nun an, dass er in Christus war und die Welt mit ihm selber versöhnt hat und ihr die Sünden nicht mehr zurechnet. Und Gott zeigt solche Versöhnung nicht nur an, sondern er bietet sie uns an und reicht sie uns verbrieft und versiegelt dar durch sein Wort. Und so kommen wir nun in Betracht, wir sollen diese Versöhnung annehmen. Ja, Gott lockt uns freundlich
und redet uns herzlich und kräftig zu durch sein Wort und den mit seinem Wort verbundenen Heiligen Geist, dass wir diese Versöhnung annehmen. Wer sie annimmt, der hat sie und genießt in Zeit und Ewigkeit ihre seligen Früchte. Wer sie verwirf, der bleibt aus eigener Schuld unter dem Zorn Gottes und geht ewig verloren.

Gebet
Großer Gott, welche Erbarmung hast du mir geschehen lassen! Mich, den Sünder und deinen Feind, hast du dir versöhnt in Christus und hast meine Sünden nicht mir, sondern Christus zugerechnet! Und zu solcher Versöhnung rufst du mich durch dein Wort und Heiligen Geist. O hilf, HErr, dass ich solchem Gnadenruf immer folge und durch wahren Glauben in deinen Vaterarmen ruhe.
Amen.

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Vers
Ich hatte nichts als Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit sich selbst versühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Warum? Ich war ja Gottes Feind! Erbarmung hat's so treu gemeint.

aus
Brosamlein
Tägliche Andachten
von Pastor Carl Manthey – Zorn


mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers Immanuel – Gemeinde – Steeden, Steedener Hauptstr. 1, 65594 Runkel